Technische Infos zum Datencenter

Serverräumlichkeiten

IT-Raum

Das neue Rechenzentrum wurde nach modernsten Gesichtspunkten geplant und erfüllt somit alle Anforderungen bezüglich Sicherheit und Energieeffizienz. Die Erweiterung des Datacenter Ostbayern stellt über 100 m² IT-Fläche zur Verfügung. Insgesamt bietet die Erweiterung des Rechenzentrums Platz für 40 Serverschränke (Racks). Die Räumlichkeiten sind optimal versorgt und vor Wasser, Feuer und Einbruch geschützt.

Kabelführung
Alle Versorgungsleitungen werden im Doppelboden in unterschiedlichen Kabelschächten und Trassen geführt. Glasfaserverbindungen werden in sogenannten Fibreguides oberhalb der Racks geführt. Die Zuführung der Stromkreise in die Serverracks erfolgt ebenfalls aus dem Doppelboden. Zwei redundant aufgebaute Unterverteilungen schaffen die Verbindungen zwischen USV 1 und USV 2 auf getrennten Strängen hin zu den Racks.

Energieversorgung
Trafo (MSP)
Das Datacenter wird aus dem angrenzenden Umspannwerk der REWAG mittels Ringleitung über das Mittelspannungsnetz versorgt. Die Stromeinspeisung findet aus der Spannungsebene 10 kV, direkt eingebunden in das europäische Verbundnetz, statt. Zwei Transformatoren reduzieren die 10 kV Mittelspannung auf 400 V Niederspannung mit einer Nennleistung von jeweils 630 kVA.

Netzersatzanlage
Das Datacenter Ostbayern wird bei einem längeren Netzausfall von einer Netzersatzanlage mit einer Leistung von 630 kVA gesichert. Nach wenigen Sekunden liefert der Diesel-Motor bereits genügend Strom für sämtliche Systeme. Die Tankanlage (5 ) mit einem Fassungsvermögen von 2.000 Litern stellt für mindestens 24 Stunden den Betrieb des Rechenzentrums sicher. Natürlich ist eine Nachbetankung der Anlage gewährleistet.

USV-Anlagen (Unterbrechungsfreie Stromversorgungsanlage
Um bei einer Netzstörung den Betrieb des Rechenzentrums gewährleisten zu können wird das Datacenter von einer USV-Anlage mit sauberer Energie versorgt. Diese überbrückt die Startzeit des Diesel-Aggregats und übernimmt auch die Filterung des Stromnetzes gegen Stromschwankungen und anderen elektrischen Einflüssen. Die USV-Anlage hat eine Leistung von 2 x 300 kVA und ist wie die zugehörigen Batterieanlagen redundant aufgebaut.

Niederspannungshauptverteilung (NSHV)
Die Niederspannungsschaltanlage bildet die Schnittstelle zwischen Einspeisung und Unterverteilung. Spezielle Messeinrichtungen mit Managementschnittstellen dienen zur Netzüberwachung

Klimatisierung
Um optimale klimatische Verhältnisse zu schaffen wurde das Augenmerk auf energiesparende Technik gesetzt, das Konzept der freien Kühlung wird dabei konsequent umgesetzt. Bis zu einer gewissen Grenze wird die kühle Außentemperatur zur Kühlung des Rechenzentrums genutzt. Modernste Regelungstechnik schaltet die Kompressorkühlung zu, wenn die freie Kühlung nicht mehr ausreicht. Somit arbeitet das Kühlsystem energieeffizient.

Kaltwassererzeugung
Die Kaltwasserversorgung erfolgt autark mittels Hybrid-Kühler. Zwei redundant ausgelegte Rückkühler mit je 235 kW garantieren die Kälteerzeugung. Im Winter und in den kühleren Übergangszeiten nutzt das System die indirekte freie Kühlung. Bei höheren Temperaturen wird die Kälteerzeugung durch zusätzliche Kühlregister mit Kompressoren unterstützt.

Umluftkühlgeräte
In der eigentlichen IT-Fläche des Datacenter Ostbayern erfolgt die Kühlung nach dem Kalt- und Warmgangprinzip. Auf der IT-Fläche garantieren 12 INROW-Klimageräte, innerhalb der Schrankreihen, mit insgesamt 370 kW Kühlleistung eine optimale Temperierung. Die Arbeitsweise erfolgt im Umluftbetrieb mit einer Einblastemperatur von ca. 24°C in den Kaltgang. Die Warmluftansaugung erfolgt auf der Rückseite der Racks im Warmgang. Niedrigere Einblastemperaturen sind heute unwirtschaftlich und technisch auch nicht notwendig.

Kälteverteilung
Die Kälteverteilung regelt die Kältezufuhr über ein redundantes Rohrleitungssystem. Damit wird die bedarfsgerechte Kühlung der kritischen Stellen im Server- und USV-Raum sichergestellt.

Löschanlage
Die Brandmelde- und Löschsteuerzentrale überwacht die unterschiedlichen Löschbereiche. Bei Erkennung eines Entstehungsbrandes (Brandmelder, manuelle Auslösung) kommt das Löschmittel Novec™ 1230 zum Einsatz. Das System bietet weitere entscheidende Voraussetzungen.